Kettenhemd aus Federstahl

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Mein erstes Kettenhemd aus Federstahl. Die Ringe besitzen einen Innendurchmesser (ID) von 9mm.

In diesem Blog möchte ich euch von meinen Erfahrungen und Ideen über Kettenhemden berichten. Wie man sich leicht denken kann, ist Kettenhemden bauen ein sehr zeitintensives Hobby. Auf den ersten Blick lässt sich kaum nachvollziehen, wie jemand die Geduld und Zeit dafür aufbringen kann. Hat man aber damit begonnen, merkt man, dass die monotone Arbeit etwas Beruhigendes, fast schon Meditatives an sich hat. Man erfreut sich am stetigen Wachsen des Geflechts, begleitet von dem Gefühl, etwas dauerhaftes zu erschaffen. Wendet man sich nebenbei irgendeiner Form von Unterhaltung zu, dann verfliegt die Zeit nur noch so. Angefangen habe ich mit Draht aus dem Baumarkt, den ich über einen Nagel aufgewickelt und dann davon Ringe abgezwickt habe. Die Enden der Ringe habe ich mit der Zange aufeinander zu gedrückt. Das daraus entstandene Geflecht war nicht besonders stabil. Schon bei geringer Zugbelastung öffneten sich die Ringe. Das Problem war die geringe Festigkeit des weichen Eisen-Drahtes. Ein bei weitem stabileres Geflecht kann man auf die gleiche Weise aus Federstahl erstellen. Solche Ringe gibt es auch fertig zu kaufen. Die meisten Hemden, die man auf Mittelaltermärkten und ähnlichen Veranstaltungen sehen kann, sind so gefertigt. Auch ich habe mein erstes Kettenhemd aus Federstahl gebastelt:

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Links: Ring aus Federstahl mit zusammengebogene Enden. rechts: Ring aus weichgeglühtem Eisendraht, mit Niete geschlossen.

Aber auch aus weichem Draht kann man stabile Geflechte erzeugen, indem man die Ringenden überlappen lässt und mit einer Niete verbindet. In der Jahrtausende andauernden Geschichte der Ringgeflechte wurde überwiegend diese Methode angewand.

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