Anleitung Ringpanzer (2/2)

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Zwei Varianten eines Hauberks mit angesetzter Haube, bei dem die Reihen des Geflechts entlang der Ärmel verlaufen. links: mit sichtbarer 90°-Naht; rechts: Variante mit eingesetzten Segmenten und weniger auffälligen Nähten.

Für die Konstruktion eines Hauberks mit angesetzer Kapuze möchte ich hier zwei Varianten vorstellen, bei denen die Reihen um die Ärmel laufen. Die erste davon ist mir von anderen Sarwürkern bekannt. Ich nenne sie die 90°-Naht-Variante. Ein Brust-Stück verbindet dabei Haube, Bauch-Stück und Ärmel. Die Ärmel sind nahtlos mit dem Bruststück verbunden, aber sie besitzen auch eine kleine 90°-Naht zum Bauchstück. Wo diese Naht beginnt, konzentrieren sich die Spannungen auf einen Punkt.

Deshalb habe ich mir eine andere Variante überlegt. Ich nenne sie segmentierten Schnitt, da hier an jeder Achsel vorne und hinten zwei Segmente eingesetzt werden. Statt den 90°-Nähten gibt es weniger auffällige 45°-Verbindungen. Zwischen den Segmenten gibt es zwar trotzdem eine 90°-Naht. Diese ist aber weniger auffällig als beim beim 90°-Schnitt. Das liegt daran, dass bei meiner Variante das Geflecht der Segmente im 45°-Winkel zur Nahtkante orientiert ist. Beim 90°-Naht-Schnitt dagegen ist das Ärmelstück im 90°-Winkel zur Nahtkante orientiert und das Bruststück im Winkel von 0°.

Beide Varianten der Zeichnung ziegen die Vorderseite. An den schwarzen Kanten werden Vorder-und Hinterteil verbunden. Sie unterscheiden sich durch Erweiterungsringe an Schultern, Bauch und Hüfte. Die Haube bildet eine Ausnahme. Hier gibt es nur vorne einen Gesichtsausschnitt. Ein Gesichtslatz wurde der Übersichtlichkeit wegen nicht eingezeichnet.

Anleitung Ringpanzer (1/2)

Im Netz gibt es viele Anleitungen zu Kettenhemden, aber kaum eine davon schafft es, die passende Formgebung historischer Ringpanzer zu vermitteln. Hier wird daher statt einer weiteren Anleitung darauf eingegangen, was einen gut geformten Hauberk ausmacht.

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Relief Marseillaise auf dem Arc de Triomphe. Es zeigt zwei Ringpanzer mit verschieden Ausrichtungen des Europäisch-4in1- Musters.

Das Bild zeigt das Relief Marseillaise auf dem Arc de Triomphe in Paris. Darauf sind beide Orientierungen des 4in1-Geflechts zu sehen: Links ist das Geflecht in der üblichen „normalen“ Art orientiert. So aufgehängt zieht es sich um den Körper zusammen, liegt gut an und senkrechte Hiebe gleiten besser ab. Bei der Person rechts ist das Geflecht um 90° gedreht orientiert. So spreizt es sich auf. Hiebe bleiben dann leichter hängen. Diese Orientierung wurde und wird daher sehr selten verwendet. Ich habe sie vorallem an Kustwerken gesehen, kaum jedoch an verwendbaren Ringpanzern.

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Europäisch-4in1-Geflecht unterschiedlich stark gespannt.

Bei der normalen Orientierung stellt sich die Frage, wie weit man den Ringpanzer in horizontaler Richtung (also entlang der Reihen) um einen Körper abmessen muss. Schließlich legt es sich an den Körper an und zieht sich zusammen. Das Bild zeigt zwei Geflechte in „normaler“ Orientierung. Das heißt horizontal verlaufen Reihen und vertikal Spalten. Die Geflechte sind in horizontaler Richtung unterschiedlich lang. Das linke Geflecht hat sich weniger zusammen gezogen; das rechte mehr. Man kommt schnell auf den Gedanken, das Geflecht möglichst gespannt zu bauen, um Gewicht zu sparen. Allerdings kann das auf Kosten der Beweglichkeit des Trägers gehen. Außerdem verliert ein zu gespreiztes Geflecht einen Teil seiner Schutzwirkung. Es kann nämlich auftreffende Kräfte weniger verteilen. Ich bevorzuge ein Geflecht das dichter als das linke, aber weniger dicht als das rechte Geflecht ist.

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Reihen und Spalten im Europäisch-4in1-Geflecht

Um überall eine passende Dichte des Geflechts zu gewährleisten, muss man von der Vereinfachung abweichen, der menschliche Körper wäre ein Zylinder. Das heißt je nach Statur des Trägers sollten die Reihen an Brust und Hüfte länger sein, als am Bauch. Zusätzlicher Platz muss für die Schulterblätter geschaffen werden. Ärmel sollten sich zur Hand hin verjüngen und am Besten mit einem Winkel im Ellenbogen versehen sein. Im Bild wird verdeutlicht, was mit Reihen und Spalten im 4in1-Geflecht gemeint ist.

Das Geflecht an den Ärmeln kann mit den Reihen entlang der Ärmel oder mit den Reihen um die Ärmel konstruiert werden. Bemerkenswert ist, dass die linke Person auf dem Relief gleich beide Orientierungen an einem Ringpanzer trägt. Am linken Ärmel verlaufen die Reihen um den Ärmel, am rechten Ärmel dagegen entlang diesem. Das ist als künstlerische Freiheit des Bildhauers aus dem 19. Jahrhundert anzusehen und entspricht nicht unbedingt einer für den Kampf funktionalen Konstruktion. Tatsächlich ist es sehr schwierig, die Stelle um die Achseln in einem Schema korrekt wieder zu geben, da man die Erweiterungsringe schlecht hervorheben kann. Die folgenden Bilder können daher nicht vollständigen Aufschluss über die Konstruktion der Achseln geben.

Beide Varianten unterschiedlich orientierter Ärmel sind historisch belegt. Die Konstruktion mit den Reihen entlang der Ärmel ist einfacher umzusetzen. Dafür spreizt sich hier bei herabhängenden Armen das Geflecht. Eine gut bebilderte Anleitung für diese verbreitete Variante ist auf kettenhemd-anleitung.de zu finden.
Die Variante mit um den Ärmel verlaufenden Reihen (wie hier rechts dargestellt) rechtfertigt ihre anspruchsvollere Konstruktion durch einige Vorzüge: Diese hängen alle damit zusammen, dass man das Geflecht entlang der Spalten so gut wie unsichtbar durch Erweiterungsringe verjüngen kann. Bei einer Verjüngung entlang der Reihen müssen dagegen öfters zwei Reihen zu einer vereint werden, was durch heraushängende Ringe oder Löcher erkennbar wird. Mit den Reihen entlang der Ärmel wirken diese daher nahtlos. Außerdem verlaufen bei dieser Variante wie eingezeichnet auch Reihen rings um den Hals und erleichtern das Anbringen einer Kettenhaube oder eines Kragens aus Ringen. Mit einer passenden Konstruktion um die Achseln kann man dort verhindern, dass sich die Spannung beim Heben der Arme auf einzelne Punkte konzentriert. Das rechte Bild zeigt, wie ich dies an einem Hauberk umgesetzt habe. Dies ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Man kann 90° versetze Geflechte auch direkt mit einer Naht verbinden. Eine Anleitung für Reihen entlang der Ärmel gibt es auf tempora-nostra.de. Dort werden die Erweiterungsringe allerdings alle entlang von Linien gesetzt, was sichtbare Nähte ergibt. Besser ist es, sie gestreuht über das Geflecht zu setzen.

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Anleitung Ringhaube

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Am Hauberk angesetzte Ringhaube.

Ein Ringgewebe um einen Körper herum zu konstruieren ist ein grundlegend anderer Prozess, als Kleidung zu nähen, denn das Gewebe muss nicht wie Stoff aus flachen Stücken zusammen genäht werden, sondern kann wie ein Plattenpanzer alle möglichen Rundungen annehmen. Der Prozess dabei ist eher mit dem Stricken zu vergleichen. Wendet man sich vom Konzept des Schnittmusters ab, hat man den Vorteil, durch besser anliegendes Gewebe Gewicht zu sparen. Fast alles, was daran schwierig und umständlich wirkt, kann mit einer Mischung aus Gefühl und Berechnung gelöst werden. Was damit gemeint ist, möchte ich anhand einer Ringhaube erklären.

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Ringhaube von oben. Ringe die fünf andere fassen wurden nachträglich farblich hervorgehoben. Beginnend oben in der Mitte wurde reihenweise mit je acht solcher Ringe der Umfang vergrößert.

Erst einmal soll eine Halbkugel mit Ringgeflecht überzogen werden. Dazu beginnt man ganz oben auf der Halbkugel mit einem einzigen Ring. In diesen hängt man weitere Ringe und setzt das Geflecht Reihe für Reihe nach unten fort. Jede Reihe hat mehr Ringe, als ihre Vorgängerreihe darüber. Nur so kann man die Halbkugel nachbilden. Damit das möglich ist, muss es Ringe in der alten Reihe geben, die mit fünf Nachbarn verbunden sind und ebenso viele Ringe in der nächsten Reihe mit nur drei Nachbarn. Ich nenne ein Paar solcher Ringe zusammen eine Erweiterung. Sie erweitert eine Reihe um einen Ring. Die große Herausforderung für den Sarwürker ist nun, die Erweiterungen an der richtigen Stelle zu platzieren, um dem Geflecht die richtige Form zu geben. Anfangs wird eine kleine ebene Kreisfläche geknüpft. Nach der Formel für den Kreisumfang würde man erwarten, dass dazu sechs bis sieben Erweiterungen pro Reihe notwendig wären. Bei mir haben sich acht als passend herausgestellt. Ich erweitere nur in Reihen mit vernieteten Ringen, wie im Bild zu sehen.

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Verteilung der Erweiterungen auf die Reihen einer Ringhaube. Jeder Balken repräsentiert eine Reihe, beginnend oben in der Mitte.

Ab etwa der Größe eines Bierdeckels sollte man zählen, wieviele Erweiterungen noch vorzunehmen sind und wie viele Reihen noch bleiben. Dann kann man die Anzahl an Erweiterungen pro Reihe langsam reduzieren. Dazu muss man wissen, wie viele Erweiterungen man insgesamt braucht, um später an der Stirn bzw. am Äquator die richtige Anzahl an Ringen pro Reihe zu erreichen. Letztere Anzahl lässt sich leicht bestimmen, indem man ein Stück Geflecht darum wickelt und abzählt. Man baut es am besten drei vernietete Reihen breit*. Es kann mit in die Haube eingebaut werden. Dabei sollte Platz für eventuell unter der Haube getragene weitere Rüstung berücksichtigt werden.
Anhand dieses Bandes und dem runden Geflecht, kann man abschätzen wieviele Reihen in die Strecke vom obersten Punkt der Halbkugel bis runter zum Äquator passen. Sind die Anzahl der nötigen Erweiterungen und die Anzahl der Reihen bekannt, muss nur noch überlegt werden, wie die Erweiterungen auf die verbleibenden Reihen verteilt werden sollen. Diese Verteilung nehme ich wie in der folgenden Grafik zu sehen nach Gefühl vor. Die Erweiterungen sollten innerhalb ihrer Reihe in gleichmäßigem Abstand verteilt sein.
Vom Punkt davor muss hin und wieder abgewichen werden, damit nicht zwei Erweiterungen verschiedener Reihen nah übereinander zu liegen kommen. Sonst sieht das Geflecht aus, als gäbe es hier eine Naht.

Von der Stirn setzt man das Band ein und vergrößert das Geflecht nach unten, ohne Erweiterungen zu setzen. Den Bereich für das Gesicht spaart man natürlich aus. In Nähe der Schultern wird dann zunehmend erweitert. Man kann wie bei der gezeigten Haube an den Hauberk anschließen oder eine abnehmbare Haube bauen. In jedem Fall sollte man nicht mit mehr Ringen pro Reihe erweitern, als man für eine ebene Kreisfläche braucht. Nimmt man mehr erhöht sich nur die Dichte des Geflechts und man baut überflüssiges Gewicht in die Rüstung. In jedem Fall empfiehlt es sich, vernietete Ringen erst nur zusammen zu biegen und erst später zu vernieten, wenn die fertige Haube der gewünschten Form entspricht.

* Besonderheit: Ein Band mit nur einer Reihe an Ringen ist länger als ein Band mit mehreren Reihen, trotz gleicher Anzahl an Ringen pro Reihe.

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Ringe herstellen: Nietloch schlagen

Um an der Überlappung ein Loch zu schaffen, durch das später die Niete gesteckt wird, gibt es für den modernen Sarwürker drei Möglichkeiten. Die naheliegendste davon ist es, das Loch mit einem dünnen Metallbohrer zu bohren. (Ich empfehle Bohrspitzen von hoher Qualität, wie sie für Industrie und Werkstätten vertrieben werden. Diese sind nicht im Baumarkt zu beziehen.) Daneben gibt es die traditionellen Methoden des Durchstechens mit einem Dorn oder des Ausstanzens mit einem Stempels. Gerade für Keilnieten bietet sich das Durchstechen an. Ich verwende dazu einen Dorn, wie im Bild zu sehen:

Ich durchsteche die Überlappung, indem ich zweimal gefühlvoll auf den Dorn schlage. Als Unterlage dient ein hartes Stück Holz, das von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden muss. Man kann auch Unterlagen aus Metall mit einem Loch für die hervortretende Spitze des Dorns verwenden. Dabei kann aber leicht die Spitze beschädigt werden, wenn man das Loch nicht trifft. Die Unterlage aus Holz dagegen schützt den Dorn auch vor Ringen, die nicht richtig weich geglüht wurden oder bei denen die Überlappung zu dick ist. Solche Ringe werden beim Durchstechen weit ins Holz gedrückt.

Man kann Dorn und Unterlage auch in eine Zange verbauen, wie auf mailleartisans.org gezeigt. Dies lohnt sich allerdings nur, wenn die Spitze nicht so häufig abbricht. Ich bezweifle, dass das in Mittelalter oder Antike Praxis war. Die Methode des Durchstechens steht nach meiner Erfahrung dem Bohren bezüglich Gewindigkeit und Genauigkeit in nichts nach. Die durchstochenen Ringe überzeugen außerdem durch Stabilität, da an der Überlappung kein Material entfernt wird.

Für Rundnieten stanze ich die Löcher aus der Überlappung. Das bedeutet, dass ein Locheisen mit flacher Stirnseite verwendet wird, mit dem kleine runde Scheiben aus der Fläche geschlagen werden. Das Material des Locheisens muss richtig gehärtet sein, um weder zu brechen, noch sich zu verbiegen. Bisher ist es mir in zwei Versuchen nicht gelungen, dies mit mittelalterlichen Methoden zu schmieden, obwohl davon auszugehen ist, dass dies möglich ist. Ein modernes Locheisen erfüllt daher den Zweck.

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Ringe herstellen: Flachschlagen

Bei der Herstellung von vernieteten Ringen kann und muss trotz aller Anleitungen vieles durch eigenes Ausprobieren erlernt werden. Dennoch denke ich, dass gerade dieser Artikel die Lernphase deutlich verkürzen kann. Beim Flachschlagen der Ringe produziert man den meisten Ausschuss. Um diesen gering zu halten, sollte man schon damit beginnen, auf die Qualität der abgetrennten Ringe zu achten. Die sich überlappenden Ringenden müssen exakt übereinander und dicht aneinander liegen. Alle inneren Spannungen die durch das Wurmen und das Abtrennen am Ring entstanden sind, müssen durch Wärmebehandlung (Glühen) entfernt worden sein.

Zum Flachschlagen benutze ich einen gewöhnlichen Schlosserhammer und einen kleinen Amboss, der früher mal zum Dengeln verwendet wurde. Er ist in einen kleinen Baumstamm geschlagen. Ein Schirm aus Rohhaut sammelt die herunterfallenden Ringe ein. Ziel des Flachschlagens ist es, an der Überlappung genügend Platz für die Niete zu schaffen. Daher reicht es aus, nur die Überlappungsstelle abzuflachen und des Rest des Rings in seinem runden Querschnitt zu belassen. Dazu schlage ich mit der Kante des Hammers in einem Winkel von etwa 30° auf die Überlappungsstelle. Ein oder Zwei Schläge reichen aus.

Auch an einem Amboss lässt sich gut arbeiten. Der Vorteil ist, dass man die Ringe auf der Oberfläche verrutschen kann, statt sie jedes mal aufheben zu müssen:


Einige Sarwürker bevorzugen Flachringen und schlagen den ganzen Ring flach. Man kann sich dazu eine Führungshilfe aus einem Zylinder in einem Hohlzylinder basteln, um alle Schläge exakt senkrecht durchzuführen. Mit viel Übung ist man aber von Hand schneller und erreicht vergleichbare Qualität; egal ob man nur einen Teil oder den ganzen Ring abflacht. Der Einsatz von Hilfsvorrichtungen beim Flachschlagen kann auch dazu genutzt werden, Zeichen in die Ringe einzuprägen. Der Ringpanzer von Ivan Grigoryevich Vyrodkov, einem russischen Soldaten aus dem 16. Jahrhundert enthält zum Beispiel große Flachringe, die alle mit einer gleichmäßigen Prägung versehen sind. Er ist im staatlichen historischen Museum in Moskau ausgestellt.

Das Flachschlagen des ganzen Rings verkleinert den Innendurchmesser des Rings. Außerdem berühren sich Ringe mit rechteckigem Querschnitt nur an den Kanten, wohingegen Ringe mit rundem Querschnitt sich näher an den Querschnittsmitten berühren. Somit haben Flachringe einen geringeren effektiven Innendurchmesser und ihre Geflechte benötigen mehr Ringe pro Fläche. Ich bevorzuge daher nur die Überlappung flach zu schlagen. Die Rundringe, die ich so herstelle, sind dann besonders gut gelungen, wenn sie folgende Qualitätsmerkmale erfüllen:

  • Die Überlappung sollte so weit wie nötig abgeflacht sein. Das heißt nur soweit, dass man gerade eine Niete setzen kann, ohne dass das Metal ausreißt oder die Nietverbindung deutlich schwächer als der Rest des Rings wird. Wird das Nietloch später gebohrt oder gestanzt, statt mit einem Dorn durchstochen, sollte die Überlappungsfläche breiter sein, da ja Material entfernt wird.
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    Flachgeschlagener Ring, bei dem die Enden an der Überlappung leicht über Kreuz verrutscht sind.

    Die Ringenden an der Überlappung sollten möglichst nicht voneinander abgerutscht sein. Manchmal rutschen die Ringenden komplett voneinander ab, so dass sie parallel nebeneinander zu liegen kommen. Das passiert meist, wenn der Ring nicht richtig weichgeglüht wurde. Solche Ringe sind Ausschuss. Häufiger jedoch rutschen die Ringenden kreuzweise übereinander. Der Ring hat dann zwar eine kleine Überlappung aber die scharfen Kanten der Ringenden zeigen vom Ring weg und könnten später mit dem Ringgewebe getragene Kleidung beschädigen. Je nachdem wie wie schlimm die Kreuzstellung ist, kann man die Kanten abschleifen oder den Ring verwerfen. Auch der Ring im Bild zeigt eine leichte Kreuzstellung, wie man in der Seitenansicht erkennen kann.

Beim Herstellen der Ringe und eventuell durch ein paar Strecktests bekommt man bald eine Ahnung, wie der ideale Ring aussehen sollte. Dennoch erhält man bei der Herstellung in Handarbeit stets abweichende Qualität. Behält man vor Augen, dass Ringpanzer einst dazu gedacht waren, vor Verwundung oder Tod zu schützen, wünscht sich der Träger natürlich nur Ringe höchster Qualität. Ringe geringerer Qualität müssen aber nicht ausnahmslos verworfen werden. Sie könnten zu Geflechten niedrigerer Qualität verarbeitet werden und weniger gefährdete Körperregionen schützen. Es ist denkbar, dass es auch Ringpanzer für den kleineren Geldbeutel gab.

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Ringe herstellen: Das Abtrennen

Nach dem Wurmen des Drahtes folgt das Abtrennen der Ringe vom Wurm. Auch dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten vorzugehen. Als erstes stellt sich die Frage, ob man Ringe mit Überlappung zum Vernieten oder „nur“ zum Zusammenbiegen herstellen möchte. Die Vorgehensweise ist zwar im Prinzip die gleiche, allerdings spielt bei zusammengebogenen Ringen die Beschaffenheit der Schnittstelle eine wichtige Rolle. Die Schnittstellen müssen hier gut zusammen passen, damit das Geflecht nicht auseinander fliegt und es sollten keine scharfen Grate abstehen. Bei vernieteten Ringen wird nacher die Überlappung flach geschlagen, die Qualität der Schnittstelle ist also weniger bedeutend. Das Abtrennen kann mit einem Meißel, einer Säge oder einer Zange durchgeführt werden. Ich verwende eine Zange. Das finde ich einfacher und schneller zu handhaben als einen Meißel. Eine Säge ist keine gute Wahl. Man kann damit keine überlappenden Ringe abschneiden. Die Schnittstellen sind unpassend und haben oft abstehende Grate. Trotzdem sind Ringe, die man kaufen kann, oft gesägt. Die Maschinen dafür arbeiten vermutlich schneller oder sind einfacher zu bauen.

Meine Zange ist eine gewöhnliche Beißzange, die ich für diese Aufgabe modifiziert habe. Die Griffe habe ich für bessere Hebelwirkung mit Aluminiumrohren verlängert. Am Kopf der Zange habe ich an einer Seite etwa eine Drahtstärke dick weggeschliffen. Dazu habe ich eine elektrische Schleifscheibe zum Messerschleifen verwendet. Außerdem habe ich eine Drahtstärke von Rand entfernt runde Kerben in die Schneide gemacht. Diese Kerben habe ich sowohl gebohrt, als auch gefeilt. Beides funktioniert sehr schlecht, da die Schneide der Zange gehärtet ist. Man kommt so zwar zum Ziel, nutzt dabei aber unweigerlich auch das Werkzeug (Bohraufsatz/ kleine Rundfeile) ab. Für den normalen Hobby-Sarwürker ist das vermutlich trotzdem die praktikabelste Lösung. Würde man die Zange aber von vornherein als solche schmieden, könnte man diese Form ohne Weiteres im ungehärteten Zustand herausarbeiten. Die Einkerbungen und die Ausspaarung dienen dazu, dass die Zange die äußerste Drahtwindung unverändert lässt, dafür aber die zweitäußerste Windung durchtrennt. So kann man bequem überlappende Ringe abtrennen. Weil all die Schnitte an der gleichen Stelle der Zange durchgeführt werden, ist diese dort mittlerweile ein bisschen stumpf geworden und manchmal fällt ein Ring wie im Bild zu sehen nicht einfach ab. Dann greife ich ihn locker mit der Zange und knicke ihn an der Schittstelle, bis er abbricht.

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Senkrecht bzw. quer zum Draht abgetrennte Ringe

Der Schnitt erfolgt in diesem Fall parallel zum Wurm und senkrecht durch den Draht. Man kann aber auch parallel zum Wurm schräg durch den Draht schneiden, dann ist die Überlappung quasi hausgemacht. Das führe ich mit der unmodifizierten Seite der Zange durch, was allerdings etwas kniffelig ist. Je spitzer der Winkel ist, in dem man an die Zange ansetzt, um so mehr verformt man dabei den entstehenden Ring. Diese Verformung ist später sehr störend. Man kann solche verformten Ringe eigentlich direkt als Ausschuss betrachten, da später beim Flachschlagen der Überlappung die beiden Drahtenden von einander abrutschen werden und man höchstens mit viel Richten und etwas Glück dort mal eine Niete setzen kann. Das Problem bei diesem Vorgehen ist die gerade Schneidekante der Zange, während der Ring ja gewölbt ist. Das verformt unweigerlich den Ring. Bessere Ergebnisse könnte eine Zange erzielen, deren Schneidekante in der passenden Form gewölbt ist oder ein Meißel mit gewölbter Kante. Damit würde man dann in einer Spirale entlang des Wurms die Ringe abtrennen.

Wer die Ringe senkrecht zum Draht abknipst und mit einem guten Werkzeug eingeübt ist, braucht sich keine Sorgen um verformte Ringe zu machen. Allerdings ergeben die schräg abgeknipsten Ringe, wie ich finde, im fertigen Ring die bessere Form. Ihre Überlappung sieht nach dem Flachschlagen schön oval aus, wohingegen die senkrecht abgetrennten Ringe eine eher rechteckige Überlappung ergeben. Die leicht hervorstehenden Ecken dieser rechteckigen Überlappung könnten mit dem Geflecht getragene Kleidung beschädigen.

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Schneidemaschine von amandeis (youtube). Die Führungsschine, auf der der Wurm liegt, ist am oberen Hebel der Zange befestigt. Der Federdraht in der Mitte drückt den Wurm nach jedem Abtrennen von der Zange weg, damit der Ring runter fallen kann.

Statt mit der Zange in der Hand zu arbeiten, mag es Manchem bequemer erscheinen, diese fest am Tisch zu montieren. Das folgende Bild zeigt die praktische Ringknipsmaschine von Amandeis aus seinem Kettenhemdworkshop auf youtube. In dieser Ausführung ist sie für Ringe ohne Überlappung gebaut.

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Ringe herstellen: Glühen

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Eine simple Schmiedeesse. Mit einem Fön wird Luft durch das Eisenrohr Luft zugeführt.

Es ein weit verbreiteter Irrtum, zu glauben, dass vernietete Kettenhemdringe besonders hart sein sollten. Es ist genau das Gegenteil der Fall: weiches, duktileres Material ist in der Lage durch Verformung mehr Energie aufzunehmen, bevor es reist bzw. bricht. Durch die Vernietung kann sich der Ring bis zum Bruch verformen ohne vorher aus dem Geflecht zu fallen. Die Kraft kann sich auch auf die benachbarten Ringe im Geflecht verteilen. Der Träger eines vernieteten Ringpanzers ist so also (ähnlich der Knautschzone beim Auto) besser geschützt als durch gehärtete Ringe, die zum Sprödbruch neigen und bei abrupter punktueller Gewalteinwirkung aufplatzen.
Ich verwende daher weichgeglühten Eisendraht mit sehr niedrigem Kohlenstoffgehalt für meine vernieteten Ringe. Dieser lässt sich zudem auch gut verarbeiten. Durch die Verformung während der Ringherstellung wird das Material allerdings wieder verfestigt und erkennbar härter. Jeder, der schon mal Büroklammern verbogen hat, kennt das. Es ist nahezu unumgänglich, die Ringe zwischendurch wieder weich zu glühen. Ich glühe die Ringe ein erstes mal nach dem Abtrennen. Da ist es notwendig, die durch das Aufwickeln des Drahtes entstandenen Spannungen abzubauen, damit anschließend das Flachschlagen der Überlappung gelingt. Andernfalls rutschen die Enden an der Überlappungsstelle leicht von einander ab und die Ringenden stehen etwas nach außen ab. Ein zweites Mal glühe ich die Ringe nach dem Flachschlagen, um das Material fürs Einschlagen des Nietlochs weicher zu machen. Das ist dringend erforderlich um den Nietdorn zu schonen. Optional könnte man noch einen dritten Schritt des Weichglühens am fertigen Geflecht durchführen. Das halte ich nicht für erforderlich, da bis auf die Vernietungsstelle schon alles weich ist und meine Ringe eher am Draht, als an der Nietstelle brechen. Außerdem birgt das Glühen, wie ich es in der Schmiedeesse praktiziere die Gefahr, bei zu hoher Temperatur die Ringe zu zerstören. Dies ist eher ein Grund als der zusätzliche Arbeitsaufwand. Denn jener hält sich vergleichsweise in Grenzen.

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Ringe während der Wärmebehandlung, daneben Glühfarben. Angestrebt wird eine Temperatur von 700°C. Die unteren Ringe sind deutlich heißer.

Die angestrebte Temperatur von etwa 700°C lässt sich über verschiedenste Gerätschaften wie Öfen, Bunsenbrenner, etc. erreichen. Ich verwende eine simple, selbst gebaute Schmiedeesse. Diese besteht eigentlich nur aus einem Stück Eisenrohr, dessen Ende durch Flachschlagen verschlossen wurde und stattdessen mit kleinen Löchern zum Luftaustritt versehen ist. Am anderen Ende ist ein Blasebalg oder ein elektrischer Fön (auf Kaltluft gestellt) angebracht. Eine lockere Ummauerung aus Steinen gibt Schutz und hält die Kohlen zusammen. Die Ringe stelle ich in einer Blechdose ins Holzkohlenfeuer. Ich stelle mir vor, dass alte Berufs-Sarwürker, dafür einen dickwandigeren Topf mit langem Griff und Deckel oder einen geschlossenen Ofen verwendet haben. Jedenfalls bedarf es etwas Geschick in der Dose eine gleichmäßige gewünschte Temperatur einzustellen. Ein Abdeckung hilft. Dabei sieht man leider nicht mehr direkt die Glühfarbe der Ringe. Diese sollte ein dunkles Rot sein.

Erfahrungsgemäß ist es besser, eher mit der Temperatur etwas darüber zu liegen, als zu niedrig. Jeder Ring sollte einmal ins Glühen gekommen sein. Dann stelle ich die Luftzufuhr der Esse ab und lasse die Dose im erlischenden Feuer langsam abkühlen.

[Glühfarben]Ulrich Fischer: Tabellenbuch Metall

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Ringe herstellen: Das Aufwickeln

Egal ob vernietet oder nicht, die Herstellung von Ringen aus Draht beginnt mit dem Wurmen, dem Aufwickeln des Drahtes über einen langen Metallstab. Ich habe mir dazu folgendes Gestell gebaut:

Bei der Konstruktion habe ich absichtlich wenig Metall verwendet, welches in vergangene Zeiten von hohem Wert war. Das Gestell wird nur ineinander gesteckt und von einem Hanfstrick gehalten, der durch Verdrehen gespannt wird. Oben im Holz sind eine V-förmige Kerbe und ein Loch angebracht um den Stab mit Kurbel zu halten. So lässt sich der Stab leicht herausnehmen, um später den aufgewickelten Draht herunter zu bekommen. Es ist damit auch möglich Stäbe mit verschiedenem Durchmesser einzusetzen. Bis auf das untere Teil lässt sich alles schnell aus Brettern herausgesägen. Die Löcher dort habe ich mit einem Stemmeisen herausgearbeitet. In den Stab ist ein kleines Loch geschlagen. Wenn ich mit dem Wurmen beginne, setze ich dort den Draht ein und beginne zu kurbeln. Beim Aufwickeln ist darauf zu achten, dass der Draht dicht anliegt, aber nicht übereinander gewickelt wird. Ich habe mir dafür eine kleine Führungshilfe aus Holz gemacht. Mit wenig Übung kommt man aber auch ohne zu recht.

Das Ergebnis des Wurmens ist eine lange Drahtspirale, von der später die Ringe abgetrennt werden. Natürlich kann man den Stab auch in das Futter einer Bohrmaschine einspannen, um die Arbeit zu beschleunigen. Verglichen mit dem gesamten Arbeitsaufwand für Ringgeflechte ist das Wurmen aber ohnehin nicht sehr zeitintensiv. Das Wickeln mit eigens dafür vorgesehenen Konstruktionen lohnt sich um so mehr, je länger der Draht ist. Jemand, dem nur kurze Drahtstücke zu Verfügung stehen, ist wohl besser damit beraten, den Draht einfach über einen kurzen Stab zu wickeln, den er in der Hand hält. Vielleicht war dies einst in den Anfängen der Geschichte der Ringgeflechte üblich. Dies bleibt Spekulation; ich jedenfalls habe so begonnen. Je nach Methode birgt das Aufwicklen auch ein Verletzungsrisiko. Selbst weichgeglühter Eisendraht, wie in den Bildern zu sehen, steht während dem Aufwickeln unter hoher Spannung. Das Drahtende oder die Kurbel schwingen durch die Luft wenn man sie los lässt. Besondere Vorsicht ist bei Federstahl geboten. Man sollte mit Schutzbrille und Handschuhen arbeiten.

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Ringe mit links-und rechtshändiger Überlappung

Für vernietete Ringe trennt man im nächsten Schritt Ringe mit überlappenden Enden aus dem Wurm. Je nachdem wie man den Draht aufgewickelt hat, ist die Überlappung links- oder rechtshändig. Die Art und Weise des Abtrennens spielt keine Rolle. Ein Rechtshänder, der den Draht von links nach rechts im Uhrzeigersinn aufwickelt erhält einen rechtshändigen Ring, wie rechts im Bild zu sehen. Ein Linkshänder würde eher mit der linken Hand von rechts nach links wickeln, aber ebenfalls im Uhrzeigersinn. Dies scheint anatomisch bedingt die natürlichere Bewegung zu sein, egal ob mit Kurbel oder dem Draht in der Hand. Folglich ist seine Überlappung linkshändisch, wie links im Bild zu sehen. In alten Ringgeflechten wurden sowohl linkshändische als auch rechtshändische Überlappungen gefunden, jedoch ist die Überlappungsart innerhalb eines Geflechts immer die gleiche [1] [2].

[1] E. Martin Burgess: The Mail-Maker’s Technique,  Antiquaries Journal Volume XXXIII, 1953

[2]Vergard Vike: Ring weave – A metallographical analysis of ring mail material at the Oldsksamlingen in Oslo, 2000

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Panzerhandschuhe aus Getränkedosen

Aus Getränkedosen kann man jede Menge tolle Sachen basteln. Vor einiger Zeit kam mir die Idee, mal etwas aus der Abdeckung der Öffnung zu machen. Ihr wisst schon; dieses vorgestanzte Stück, das man beim Öffnen in die Dose drückt. Daraus hab ich diese super leichten und beweglichen Panzerhandschuhe gemacht:

Die flachen Schuppen habe ich aus den Dosen herausgebrochen und mit einem Dorn je drei Löcher hineingestochen. So kann ich die Schuppen reihenweise auf einen gekauften Arbeitshandschuh aufnähen. Man tut sich beim Nähen leichter, wenn man unten am Handgelenk beginnt. Eine lange, spitze Zange kann behilflich sein, die Nadel in Inneren des Handschuhs zu führen. Spätestens an den Fingern kommt man so aber nicht weiter. Dann ist es besser, mit der Nadel gleich zwei Stiche auf einmal auszuführen, so dass diese wieder auf der Außenseite herauskommt, wo man eingestochen hat. Dazu muss man jedoch das Leder noch etwas knicken können, was nur geht wenn die Schuppen noch nicht dicht anliegen. Also habe ich erst alles locker aufgefädelt und am Ende einer Reihe dann den Faden stramm gezogen. Für beide Handschuhe zusammen waren etwa 500 Schuppen notwendig. Der Schutz für die Fingerkuppen besteht aus einem dickeren Aluminiumblech. ich habe die Teile mit einer Gesenkform aus Holz in Form gehämmert.

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Arbeitsaufwand

Wie lange dauert es, ein vernietetes Kettenhemd zu bauen? Frägt man das jemanden, der das schon mal gemacht hat, so kann es sein, dass die Antwort nur lautet: „So lange, wie es eben dauert!“ Man braucht dazu ein hohes Maß an Geduld und Freude an der Arbeit, um es zu Ende zu bringen. Dann ist es auch gar nicht mehr so wichtig, wie lange es dauert. Trotzdem habe ich mal die Zeit gestoppt um einen Überblick über den Arbeitsaufwand zu geben:

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Hauberk mit Kaputze, Gesichtsschutz und angesetzten Handschuhen aus Ringen mit 6mm ID.

Man kann davon ausgehen, dass der Zeitaufwand pro Ring nicht wesentlich von der Größe abhängt. Der Aufwand pro Fläche dagegen hängt sehr stark von der Ringgröße ab. Um eine Fläche von 10x10cm zu bedecken, brauche ich zum Beispiel etwa 200 Ringe mit Innendurchmesser 8mm, was 8 Stunden Zeit vom Draht bis zum Geflecht benötigt. Somit kann je nach Fläche die Zeit abgeschätzt werden. Für ein halbärmliges Kettenhemd würde ich etwa 600 Arbeitsstunden rechnen, für einen vollen langärmligen Hauberk mit Haube, der fast bis zu den Knien reicht, etwa 1100 Stunden. Der Ringpanzer im Bild ist solch ein voller Hauberk. Ich habe ihn aus Rundringen mit 6mm Innendurchmesser gemacht. Bei dieser Ringgröße dauert das Vernieten allein schon 1000 Arbeitsstunden oder anderst formuliert zwei Jahre, die man während dem durchschnittlichem Fersehkonsum Kettenhemd am baut.

Wegen Ausschuss brauche ich für 100 Ringe mit Durchmesser 8mm statt 3,6m gleich 5m Draht. Das sollte man beim Materialkauf unbedingt beachten. Ich vermute, dass bei mittelalterlichen Sarwürkern der Ausschuss schon allein aus Kostengründen deutlich geringer war. Außerdem glaube ich, dass sich die Fertigungszeit mit mehr Übung noch stark verkürzen lässt. Eine Werkstatt, in der die einzelnen Fertigungsschritte auf verschiedene Personen (Meister, Gesellen, Lehrlinge) aufgeteilt sind, könnte Aufträge für Ringpanzer durchaus in wenigen Wochen abarbeiten.

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